"Vegetarier sollten sich nichts einbilden"

"Niemand ist auf der Welt, um einem anderen von Nutzen zu sein. Tiere, zumindest die, die wir gewöhnlich verspeisen, haben Interessen, sie erleben Zufriedenheit und Wohlbefinden, und sie wollen weiterleben. Von dieser Basis ausgehend, zerlegt Sezgin alle halbherzigen Versuche, sich die Lage schönzureden. Fleisch statt im Supermarkt beim Bio-Metzger oder im Hofladen kaufen? Auch wenn die Tiere dort ein wenig besser gehalten werden und vor ihrem Tod nicht ganz so große Qualen auszustehen haben, werden ihre basalen Interessen an Leben, Gemeinschaft und artgerechtem Verhalten auch dort missachtet."
[...]
"Und auch die Vegetarier brauchen sich nichts einzubilden, denn wo bleiben wohl die männlichen Küken und die Kälber der Milchkühe? Wir müssen uns nicht fragen, wie wir das Los der Nutztiere verbessern können, sondern vom freien Tier aus denken und fragen, woher wir überhaupt das Recht nehmen, sie unseren Zwecken unterzuordnen, so die Autorin. Denn dass wir Fleisch und Lederschuhe zum Überleben benötigen, kann hierzulande niemand behaupten."

Quelle:
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/hilal-sezgin-attackiert-unseren-tierverbrauch-12820258.html

Die Frau ist echt gut!!!
Ich wünsche mir, dass ich auch so auf den Punkt formulieren kann. Vielleicht wäre ich dann mittelfristig nicht mehr von so vielen Ignoranten umgeben. Aber ich krieg die Leute ja nicht mal dazu, so ein Buch oder auch nur den Artikel mal zu lesen.

Naja, ich arbeite an mir.

4.3.14 13:19

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